Warum Wertschätzung mehr ist als Danke sagen oder loben.

Das Problem mit der Wertschätzung ist - jeder will es - und kaum einer kann es, wirklich! Inklusive uns als Berater und Begleiter. In der Arbeit mit Kunden sowie in der Weiterentwicklung unseres eigenen Beratungsunternehmen musste ich selbst feststellen, dass meine blauäugige Vorstellung von Wertschätzung der Komplexität und der Eigendynamik dieser Thematik zunächst nicht standhalten konnte. Heute verstehe ich das besser. Wenn wir uns einer Sache wie z.B. der Wertschätzung verschreiben, werden wir daran gemessen. All das, was nicht funktioniert, bekommt dadurch eine höhere Bedeutung - "Was Sie wollen (du willst) ein Wertschätzer sein?".

So geht es auch den Unternehmen, den Führungskräften und Gruppen, die sich eines wertschätzenden Umgangs verschreiben. Plötzlich bekommt all das, was nicht so gut läuft ein größeres Gewicht und steht unter dem wertschätzenden Zwang, besser werden zu müssen. Was vorher noch wenig Beachtung bekam oder unter den Teppich gekehrt werden konnte soll ja jetzt wertschätzend gelöst werden. Gleichzeitig gibt es aber nicht wirklich eine Kompetenz, mit all dem Zeug konstruktiv umzugehen. Kein Wunder, dass der Schuss erst mal nach hinten losgeht.

Heute habe ich die Thematik durchdrungen und fühle mich nach langen Jahren des Suchens und Experimentierens als Fachmann für Wertschätzung im Unternehmenskontext. Anfang 2016 haben wir angefangen, unsere Erfahrungen und unser Wissen in einem Buch komprimiert zusammen zu stellen. Es heißt "Wertschätzung - Wie Flow entsteht und die Zahlen stimmen" und ist seit Juni 2017 auf dem Markt. Dieses Buch konfrontiert, ernüchtert, erstaunt aber und vor allem auch ermutigt. Es unterscheidet persönliche und unternehmerische Bewusstseinsstufen, denn ohne diese Differenzierung fährt Wertschätzung gegen die Wand, so sehr man sich auch anstrengt. Mit unseren einfachen und hilfreichen Kriterien kann jedoch jeder sofort erkennen und einschätzen, wo sich welches Handeln lohnt und vor allem an welcher Stelle man selbst noch wertschätzende Entwicklungsschritte vor sich hat. 
Ein Tipp: Erst wertschätzend sein und dann handeln. Eine inauthentische Art wertschätzend zu agieren ist destruktiver, wie jede authentische Beschwerde oder Missachtung. Denn Wertschätzung ist keine zu erlernende Praktik bei der wir brav Danke sagen oder jemanden höflich anerkennen. Sie ist in erster Linie eine Qualität unseres Seins.

Weitere Infos zum Buch finden Sie unter www.wertschatzen.com

 

Autor: 
Stephan Josef

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